Gesundheit

Kann Kaffee süchtig machen?

Kann zuviel Kaffee süchtig machen?

Kann Kaffee süchtig machen?

Um diese Frage entbrennt oft ein Streit. Und noch mehr Streit gibt es über die Anzahl von Tassen Kaffee pro Tag die noch vertretbar sind.

Je nach dem wer die Studie in Auftrag gab, gab es verschiedene gewünschte Antworten. Doch die meisten kommen zum Schluss, dass Kaffee kein Suchtmittel ist. Auch über die Menge Koffein die man pro Tag zu sich nehmen darf, gibt es viele verschiedene Meinungen.

Der bekannte Ernährungswissenschaftler Dr. Dr. Michael Despeghel sagt ganz klar: «Kaffee ist kein Suchtmittel»! Michael Despheghel ist ein deutscher Auto und Sportwissenschaftler. Er verfasste Werke zu den Bereichen Gesundheit, Lebensstil und Ernährung. Er ist auch Lehrbeauftragter am Institut für Sportwissenschaft der Universität Giessen.

Wer regelmässig Kaffee trinkt kann schnell leichte Entzugserscheinungen bekommen. Der Lebensmittelexperte Udo Pollmer sagt, dass starke Kaffeetrinker auf Entzug bis zu zwei Tage lang mit starken Kopfschmerzen reagieren können. Trotzdem sei Kaffee kein Suchtmittel, da nicht wie bei der klassischen Such ständig die Dosis erhöht werden muss. Die bekannten Reaktionen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Reizbarkeit verschwinden meist in wenigen Tagen wieder.

Das Fazit von fast jeder Studie ist, dass man sich Kaffee in Massen gönnen darf. Je nach Experte erhält man die Antwort, dass man maximal drei Tassen im Tag trinken soll. Andere meinen vier bis fünf Tassen täglich sind völlig in Ordnung. Interessant ist auch der Hinweis von fast allen Experten, dass Kaffee in dieser Menge sogar einen gesunden Effekt hat. Denn die Flüssigkeit enthält Radikalfänger, sogenannte Antioxidantien*.

Einige Studien gehen davon aus, dass die Dosis von 200 bis 400 mg Koffein pro Tag nicht überschritten werden sollte. Durchschnittlich enthält eine Tasse Kaffee 80 mg Koffein. So gerechnet, sind bis zu 5 Tassen Kaffee am Tag noch unbedenklich. Dies hängt aber natürlich auch von der Kaffee-Art und der Tassengrösse ab. Wer regelmässig zu viel Kaffee trinkt, merkt dies oft an einem erhöhten Puls, innerer Unruhe und zittrigen Händen. Da heute tendenziell stärkerer Kaffee getrunken wird, liegt die Obergrenze des gesunden Kaffeekonsums wohl eher bei drei als bei fünf Tassen Kaffe pro Tag.

Es gibt verschiedene Studien die aufzeigen, dass Kaffeetrinker eher seltener an Darmkrebs oder Arteriosklerose erkranken. Möglicherweise verbessert Kaffee auch das Gedächtnis bei älteren Leuten und senkt das Risiko an Alzheimer zu erkranken. Diese Erkenntnisse sind aber umstritten und es bedarf wohl noch vielen Studien um dies zu untermauern.

Kaffeetrinken zeigt auch, was alles im Kopf passiert: Viele Leute fühlen sich nach dem ersten Schluck Kaffee am Morgen bereits wacher und fitter. Obwohl die Wirkung des Kaffees normalerweise erst nach 20 bis 50 Minuten eintritt. Die Wirkung des Koffeins hält dann zwischen drei bis fünf Stunden an.

Bei diesen Studien wurde vermutlich nicht berücksichtigt, dass Kaffee auch über den Geruchssinn wirkt. Bereits der Geruch von Kaffee kann viele Kaffeetrinker positiv stimmen und nicht erst das Trinken des Kaffees.

 


* Was sind Antioxidantien?

Antioxidantien haben eine große physiologische Bedeutung durch ihre Wirkung als Radikalfänger. Sie inaktivieren im Organismus reaktive Sauerstoffspezies (ROS), deren übermäßiges Vorkommen zu oxidativem Stress führt, der in Zusammenhang mit dem Altern und der Entstehung einer Reihe von Krankheiten gebracht wird. Antioxidativ wirksame Substanzen werden in einer Reihe von Nahrungsergänzungsmitteln als „Anti-Aging“-Präparate und zur Krankheitsprävention (z. B. vor Krebs) auf dem Markt angeboten.